Autor, Sprecher und Episodenbild
Yeal Gabriel Gwyneth Spengler
Technik und Gestaltung
Thorsten Siefert
Es war am Anfang der Woche. Wir sprachen รผber Apple, sein Marketing, das Besondere an den Produkten und darรผber, was uns an Neuem erwarten kรถnnte. Am Mittwoch dann ein Beitrag รผber die Softwareprobleme, ob nun in MacOS oder iOS. Thorsten Siefert wusste รผber die vielen kleinen Bugs zu berichten, die in Summe dem Benutzer ganz furchtbar auf die Nerven gehen. Fehler beheben statt immer nur neue Features, das war seine Forderung, macht doch mal wieder so etwas wie Snowleopard, ein โich bin ein stabileres, zuverlรคssigeres Leopardโ. Es war seinerzeit mein erstes MacOS – damals war der Name des Betriebssystems der Apple-Rechner noch โOS X plus Raubkatzennameโ, je nach fortschreitender Generation. Snowleopard bot wenig Neues, war dafรผr furchtbar unaufgeregt stabil und im Vergleich zu Windows Vista wirkte es auf mich wie ein Kuraufenthalt.
Und was gab es nun diese Woche an Grandiosem aus Cupertino. Am Montag das iPad Air, gewohnte Verpackung mit erneuertem Inhalt, im Wesentlichen mehr Arbeitsspeicher, dazu der M4-Prozessor. Ebenfalls nicht Neues im Gehรคuseland beim Einstiegs-Iphone 17e, lediglich die Farboption โzartrosaโ ist zu schwarz und weiร hinzugekommen. Das Innenleben hat es aber in sich, ein schnellerer A19 Prozessor, 256 GB Speicher, MagSafe, beschleunigtes Laden und belastbarere Ceramic Shield-Oberflรคchen. Ein ziemlich gelungenes Update, gerade auch fรผr Neueinsteiger oder die, denen das klassische iPhone und die Pro-Varianten einfach zu teuer sind.
Weiter ging es am Dienstag. รuรerlich hat sich beim MacBook Air nichts verรคndert, hier gab es das Update auf den M5-Chip. Dazu kommen 512 GB Basisspeicher. Das MacBook Pro bietet je nach Ausfรผhrung leistungsfรคhigere Varianten des M5, ebenso gibt es mindestens 512 GB zum Ablegen von Daten auf dem Gerรคt. Auch neu, aber irgendwie seltsam: Zwei Varianten des Studiodisplays, jeweils mit 27 Zoll. Der eine Bildschirm ist mit seinen 60 Hz Wiederholfrequenz fast antiquiert unverรคndert und hat lediglich die neue Frontkamera von Apple und einen Thunderbolt 5-Anschluss bekommen sowie einen neuen Chip zur Systemsteuerung, der andere Screen – das Studio Display XDR – kommt mit einer brauchbaren Bildwiederholfrequenz von bis zu 120 Hz und einem zonen gesteuerten Backlight, das unter anderem mehr Helligkeit als beim Basismodell bietet. Der Sound soll bei beiden Modellen besser sein.
Mein Herz – und nicht meine Vernunft – hat sich aber in das am Mittwoch neu verรถffentlichte gรผnstige MacBook Neo schockverliebt. Ja, da ist ein Smartphoneprozessor drin, die Tastaturbeleuchtung fehlt, es gibt nur 8 GB Speicher. Und dennoch: Es ist der ideale Einstieg in die Apple-MacBook-Welt. Hier kann man sehen, was Apple immer fรผr mich ausgemacht hat. Gutes, bequemes, produktives und kreatives Arbeiten ist mรถglich, auch ohne Pro-Chip in Fusion-Architektur. Wer mehr braucht, kann mehr bekommen. Aber wer braucht wirklich mehr? Ich jedenfalls nicht und schon aus รคsthetischen Erwรคgungen heraus benรถtige ich dieses MacBook so sehr, weil es einfach wunderschรถn ist. In gelb oder zartrosa โฆ oder vielleicht in beiden Farbenโฆ ich hรคtte die passende Bekleidung und den Schmuck dazu. Beide werden mir wundervoll stehen, das weiร ich jetzt bereits.


